Das weiße Männerhemd habe ich in diversen Ausführungen (Stoffqualitäten, Längen) im Schrank und tatsächlich auf jeder Reise dabei. Sei es privat oder für einen Business Trip.
Ein gutes Hemd ist wie eine weiße Leinwand, auf die man jeden Look zaubern kann. Man muss nur einige Grundregeln beim Kauf beachten.
Das weiße Männerhemd für die Ladys
- Bitte nicht verwechseln: die weiße Business Bluse und das weiße „Männerhemd“ im Boy-Friend Stil. Zur Zeit sind die schmalen, körpernah anliegende Standard Blusen tatsächlich megaout! Auch wenn die weiße Standard Bluse häufig im Büro aus Verlegenheit noch getragen wird – lieber nicht, wenn´s modern und etwas individueller sein soll.
- Nicht sparen! Es zahlt sich aus, auf gute und hochwertige Qualität zu achten (100% Baumwolle, Leinen)
- Das Hemd sollte gerade geschnitten sein und leicht „oversizig“ – mit Taillierung sieht es schnell spießig aus
- Das gute Hemd braucht einen guten Kragen, mit dem man sich „spielen“ kann – aufstellen, zuknöpfen bis zum Hals, eine Schulter frei…
- Chic und pur ist das Hemd nur, wenn es kein Chichi hat – sprich keine Stickereien, keine bunten Knöpfe, Bänder ect pp – die Hingucker stylt man lieber mit Hilfe von diversen Accessoires (Ketten, Bänder, Tücher…)
Wie wird das weiße Männerhemd von Frau nun getragen und gestylt?
So, wenn Sie das perfekte weiße Hemd gefunden haben – oder Ihrem Mann, Bruder, Geliebten aus dem Schrank stibitzt haben – die Styling-Möglichkeiten sind schier unendlich – hier nur ein paar meiner Ideen:
- Das Hemd pur zu Hause an einem Kuschel-Gammelwochenende – deutlich erotischer, als die ausgeleierte Legging oder Jogging Hose.
- Für´s Business mit Hosenanzug – soweit es die Sittlichkeit am Arbeitsplatz nicht gefährdet – die Knöpfe bis zum Brustansatz geöffnet, die Manschetten offen(!) aus den Jacken Ärmeln rausblitzen lassen – den lässigen Anzug mit hohen Pumps/oder Sneaker aufpimpen.
- Mit einem Rock – egal welcher Schnitt, welches Material – das Hemd passt sich an! Ob seiden geblümt, lang, kurz, oder rockig mit schwarzem Ledermini… sobald Sie die Ärmel hochkrempeln wird es „casual“ – ich arbeite an einem kleinen IGTV Video, um diverse Krempelarten vorzustellen! HIER gelangen Sie zu meinem Instagram Kanal.
- Mit einer weiten, eleganten Glitzer Pailletten Hose wird das Hemd abendtauglich
- Und und und…
Sie haben noch mehr Styling Ideen – oder Fragen – ich freue mich – ach ja und eine Buchempfehlung – einfach weil ich es gut finde:
„The Art of the White Shirt” over 30 ways to wear a white T-Shirt or blouse von Libby Vanderploeg”
Das weiße Hemd für Gentlemen
Für Gentlemen dient das weiße Hemd als Basic für viele Anlässe. Hier gibt es eindeutig mehr Regeln zu beachten, als bei den Ladies. Um einen stilsicheren Auftritt hizulegen, müssen folgende Regeln beachtet werden:
- Nie, niemals kurzärmlige Oberhemden! Dies versprüht eher den Charme eines pensionierten Buchhalters oder des sprichwörtlichen Vorstandes des Kleingärtnervereins in Bottrop. Das pure Nichts unter dem Anzugärmel ist stilistisch unzumutbar! Kurze Ärmel bei Oberhemden sind weder unter dem Anzug, noch sonst wann akzeptabel.
- Hemd und Jackett haben die richtige Ärmellänge, wenn die Manschette mindestens(!) einen Zentimeter weit heraus schaut. Die Hemdenärmel müssen bis zur Daumenwurzel gehen. Tipp: Die herausschauende Hemdenmanschette verlängert sogar optisch den Arm. Wer kurze Arme hat, kann sich dies zunutze machen! Im Moment sind doppelt gelegte Umschlagmanschetten wieder sehr en vogue. Wunderbar: hier ist eine der wenigen Möglichkeiten für Männer, sich zu schmücken – edle Manschettenknöpfe! (vgl. Punkt: Schmuck und Accessoires).
- Deutsche Männer denken häufig: weit = bequem – seufz! NEIN – Sie sehen in wallenden Hemden nur unnötig dick aus.
- Das Hemd in seiner heutigen Form hat sich seit dem ersten Weltkrieg nicht verändert – nur in den nicht wirklich stilsicheren 60er Jahren kam urplötzlich die Brusttasche hinzu. Das traditionelle Hemd hat keine Brusttasche, zumal kein Mensch weiß, was dort sinn- und stilvoll untergebracht werde sollte?!
- Der äußere Rand des Hemdkragens und die Spitzen sollten gerade eben von den Revers der Jacke bedeckt sein (außer bei sehr eng gestellten Kragenschenkeln). Der Hemdkragen muss breit genug sein, damit er im Nacken nicht von der Jacke bedeckt wird (der Hemdkragen steht mindestens eineinhalb Zentimeter aus der Jacke heraus).
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